Ein Fotoworkshop mit Sascha Kraemer

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.
– Benjamin Britten

Getreu diesem Motto bilde ich mich im Bereich Fotografie ständig weiter. Oft passiert das durch Bücher und vor allem viel, viel Übung und Erfahrungen sammeln. Es gibt keinen Tag an dem ich nicht mindestens ein Foto mache. Ich versuche aber auch zweimal im Jahr auf einen ausgewählten Workshop zu gehen.

Da sich hier auf dem Blog auch andere Fotografen tummeln, möchte ich ein paar Zeilen über meinen letzten Workshop, einem Hochzeitsworkshop von Sascha Kraemer, schreiben.

In den letzten Jahren habe ich festgestellt, dass wirklich gute Workshops rar sind. Ich brauche niemanden, der mir erklärt, wie ich meine Kamera einstelle, damit der „Hintergrund schön unscharf wird“ oder mir sagt „welche Kameras die tollsten Hochzeitsbilder macht“. Was ich aber gesucht habe, war ein Workshop bei dem ich neue Denkanstöße bekomme und zwar indem man über die Fotografie als solches redet.

Was mir persönlich am allerwichtigsten ist, ist ein offener Austausch. Ich habe einen Workshop gesucht, bei dem alle Themen offen angesprochen werden können und bei dem der Dozent ebenso offen antwortet. Da ich Sascha schon vorher kannte, war ich mir sicher, hier den richtigen Kurs gefunden zu haben.

Es kann nie schaden, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Andere Einflüsse, nicht nur von Sascha, sondern auch von den anderen Teilnehmern, mitnehmen. Das war das erklärte Ziel und es hat wunderbar funktioniert.

Wir trafen uns in einer gemütlichen Runde mitten in Köln und legten nach einem ausgiebigen Frühstück direkt damit los uns einander vorzustellen und einige Stunden viel theoretisches Wissen aufzusaugen und darüber zu reden. Das ist keinesfalls negativ gemeint. Man lernt sehr viel indem man einfach über Themen spricht. So geht es mir zumindest.

Gegen Mittag kam dann unser „Brautpaar“, zwei Modelle, ebenfalls aus Köln und los ging die wilde Fahrt in die Flora. Leider hat das Wetter so gar nicht mitgespielt. Für uns Fotografen und unser Equipment halb so wild, aber gerade die „Braut“ tat mir doch sehr leid.

Nach dem Shooting und einem äußerst leckeren Burger widmeten wir uns den Themen Bildbearbeitung und organisatorisches.

Klar, kann, darf und will ich hier gar nicht so ins Detail gehen und Inhalte weitergeben, aber als Fazit kann ich sagen, dass der Workshop einiges gebracht hat. Wir hatten eine Menge Spaß und die Zeit (immerhin von 11-21 Uhr) verging wie im Flug. Ich kann den Workshop uneingeschränkt weiterempfehlen, wenn ihr eher auf der Suche nach neuen Denkanstößen seid und keine Fragen mehr zu Kameraeinstellungen etc. habt. Ich gehe aber ohnehin davon aus, dass ihr als Hochzeitsfotografen nicht am Anfang eurer Fotografie steht.